Langues

Das neue Recht im Wallis nach der Französischen Revolution


Auteur: 
CARLEN, Louis
Edition
Geschichtsforschender Verein Oberwallis
Caractéristiques
10Pas d'illustrations
Autres données
AllemandNon consultableC.CAR06741998
Articles
Blätter aus der Walliser GeschichteBd. 30p. 293-302


Nbre ex.: 
1
Description: 
Die Auswirkungen der Französischen Revolution im Wallis brachten
nicht nur den Zusammenbruch des Ancien Régime, sondern auch die Auflösung
des bisherigen Rechts. Dieses war neben dem Gewohnheitsrecht
und dem geschriebenen Ortsrecht der Zenden und Gemeinden vor allem
das Landrecht, wie es sich seit den sog. Artikeln von Naters (1446), den
Landrechten der Bischöfe Walter Auf der Flüe (1475), Matthäus Schiner
(1511), Hildebrand von Riedmatten (1577) und zahlreichen Landratsbeschlüssen
entwickelt hatte und in der Satzung dieses Bischofs mit Zusätzen
von 1597 und einer Revision von 1780 bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts
das Recht der Landschaft Wallis war.1
Mit einem Schlag verlor dieses Recht, das auf drei und ein halbes Jahrhundert
zurückblicken konnte, seine Bedeutung. Was das für eine einschneidende
Zäsur war, wird deutlich, wenn wir uns vorstellen, unser
gesamtes geltendes kantonales Recht würde auf einmal ausser Kraft gesetzt.
Freilich könnte man davon Vieles unbedenklich streichen, und man
würde so die Freiheitsrechte der Bürger und die Kraft der Wirtschaft wieder
herstellen oder verbessern. So war es auch mit manchen Bestimmungen des
ehemaligen Rechts, die veraltet, unnütz oder revisionsbedürftig waren
Secteur géographique: 
Valais