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Was sind Suonen?

Zur Bewässerung ihrer Felder und Kulturen haben die Walliser Bauern Wasser in weit entfernten Gletscherflüssen gesucht und dieses oftmals aus mehr als 10 km Entfernung dahin geführt, wo es dringendst benötigt wurde. Sie haben Wasserkanäle, die Schluchten, Felsen und Wälder durchqueren, sogenannte Suonen, teilweise unter schwierigsten Bedingungen erbaut. 

Von einigen Suonen ist nicht bekannt, wann sie errichtet wurden, manche sind im Mittelalter entstanden. Sie sind teilweise veraltet, andere wurden erhalten und sind bis heute in Betrieb. Sie waren und sind noch immer ein unersetzliches Mittel zur Bewässerung. 

Übrigens ist die Art und Weise ihrer Verwaltung ist erstaunlich und interessant zugleich. Die Bauern organisierten die Bewässerung entweder über eine Geteilschaft oder über die Burgergemeinde, zwei Organisationsformen, die sich bis heute erhalten haben. Sowohl die Geteilen als auch die Burger sind Anteilshaber der Wasserleitung, d.h. sie nutzen und unterhalten die Suonen gemeinschaftlich.

Heutzutage stellen die Suonen zunehmend eine touristische Attraktion für Wanderer und Besucher dar. Didaktische Wanderwege, gemeinsame Veranstaltungen wie die Flutung der Suonen im Frühjahr oder die dazugehörigen Unterhaltsarbeiten ziehen Neugierige und Interessierte von nah und fern an.

Als Zeugen der Kühnheit, Genialität und Entschlossenheit unserer Vorfahren gehören die Suonen zum Patrimonium Alpinum, dem Kultur- und Naturerbe der Alpen. Das Museum hat es sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Suonen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen, zu ihrem Erhalt und Schutz beizutragen, und die Forschung weiterzuführen.

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